Interviews mit Jahlon und TimTheTatman

Leider haben wir es bis jetzt versäumt über die Interviews von TimTheTatman und Jahlon zu berichten. Jahlon ist in dieser Hinsicht besonders interessant, weil er der Ashes of Creation Community deutlich nähersteht. Ursprünglich hatten wir vor, dass Interview komplett zu übersetzen. Aber 32 Seiten sind doch ganz schön viel für uns. Falls ihr natürlich Interesse habt uns zu helfen, kommt doch auf unser Discord, sagt Hallo und quatscht uns einfach direkt an.

Jahlon von Paradox Gaming Network

Paradox Gaming Network ist eine Gemeinschaft von Spielern, die sich der Verbesserung von MMORPGs als Genre verschrieben hat. Jahlon ist es wichtig, die Stimme von 50.000 Spielern zu sein, aber was zählt, ist, einem Spieler nach dem anderen zu helfen. 50.000 Spieler? Paradox Gaming Network ist nicht nur ein Twitch und YouTube Kanal, es arbeitet auch mit einigen kleinen Studios zusammen (Quazer Studios bei Valar und Ninja Loot Games bei ihrem Spiel Defend the Night) und Streamern zusammen. Die Partnerschaften haben gezeigt, wie viel detaillierter ein Spiel werden kann, wenn Tester von außerhalb der Firma gleich zu Beginn mit einbezogen werden, und dass das, was die Entwickler glauben, dass die Spieler wollen, nicht immer genau das ist, was die Spieler wirklich wollen. 

Zu Anfang des Interviews bemerkt man gleich, dass Jahlon sich öfters mit Steven unterhält. Es ist auch tatsächlich nicht das erste Interview, das die beiden führen. 

Steven Sharif erzählt am Anfang etwas über die Firmenphilosophie und wie er sich selbst sieht. Nicht einfach nur als Chef, sondern auch als Spieler, als jemand der Teil der Community ist, der sich dafür begeistert. Er schaut sich zum Beispiel den Content anderer zum Spiel an. Die Fragen in den Developerstreams sind nicht vorauswählt und er beantwortet sie aus dem Gedächtnis. Deswegen kann es auch mal zu falschen Antworten kommen. Bei der Größe dieses Projekts sicherlich auch verständlich. Dann erzählt er noch etwas über die Geschichte des Studios. Intrepid Studios wurde 2015 im Mai gegründet. Im Oktober kamen die ersten Mitarbeiter dazu. Die Vorarbeiten für die Produktion starteten dann 2016. Zur Kickstarterkampagne waren es 13 oder 14 Mitarbeiter. Das bedeutet auch, Ashes of Creation befindet sich erst drei Jahre in der eigentlichen Entwicklung.

Im Übrigen sollen wir uns nicht wundern das nur noch die Führungspersonen auf der Teamseite von Intrepid Studios zu finden sind. Das liegt vor allem auch an dem hart umkämpften Markt an Fachkräften. Headhunter sind ein schwieriges Problem. Insgesamt sollen es, wenn das neue Büro bezogen wird 150 Mitarbeiter sein. Ein bisschen Wehmut merkt man Steven schon an, als er davon spricht, wie er das letzte Mal durch das Büro ging.

Dann wird kurz über my.com bzw. my.games gesprochen. Dort gibt es aktuell keine kosmetischen Gegenstände und vielleicht kann man das später nachholen. Wenn ihr einen Intrepid Account habt, werden eure dort erworbenen Sachen mit nach my.com umgezogen. Allerdings gibt es von dort aus keinen Weg zurück. my.com hat auch kein Referal System wie es aktuell von Intrepid selbst betrieben wird. 

Plötzlich für uns eine großartige Nachricht: Die Alpha 1 Server werden auch in Frankfurt am Main stehen. Europäische Server. Und wo sie gerade bei Servern sind, stellt Jahlon auch die Frage wie das mit Events zur Prime Time ist. Events und Belagerungen sollen zeitlich begrenzt sein und zu einer Prime Time stattfinden, die der entsprechenden Region angemessen sind.

Zum Housing wurden einige weitere Details und Konkretisierungen behandelt. Spieler können ihre eigene Taverne öffnen, aber wie es scheint, nicht in einem Ort/einer Stadt, sondern in den Freeholds. Der Rassenstil der Stadt kann sich ändern, je nachdem welche Rasse gerade wie viel Einfluss ausübt. Um den Stil einer Stadt nicht zu brechen, kann man sich nicht bewusst dafür entscheiden, bei einem kulturellen Wechsel von Zwergen auf Elfen, den Zwergenstil des Hauses zu behalten. Wer das nicht will, muss sich eben dafür anstrengen, dass seine gewünschte Rasse die Oberhand in der Stadt hat. Es wird kein Baukastensystem für Häuser geben. Damit sind keine zusätzlichen Erker oder andere Anbauten möglich. Nur wenn der Node im Level aufsteigt, gibt es eine Änderung. Möbel muss man später nicht mitkaufen, aber man kann. Freeholds ändern ihre Größe nicht wenn sich der dazugehörige Knoten entwickelt. Dafür können aber Gilden auch ein eigenes Freehold besitzen, sobald sie den entsprechenden Rang erreicht haben.

Und wo sie bei Nodes waren. Wenn ein Node fällt werden alle Endprodukte lootbar. Das gilt aber nicht für unverarbeitete oder verarbeitete Ressourcen, die noch kein Endprodukt sind. Werden bei der Belagerung eines Knotens Häuser beschädigt, müssen diese erst wieder repariert werden bevor sie wieder voll nutzbar sind. Das soll aber kein übermäßig großer Aufwand sein. Und ganz wichtig, Nodes steigen nur auf, wenn man Aktivität im Node zeigt, es reicht nicht aus Ressourcen heran zu karren. Ressourcen werden so gesehen nicht benötigt. Der Bürgermeister könnte aber durchaus Quests ausschreiben, die mit dem Sammeln von Ressourcen zu tun haben und so die Aktivität ankurbeln.

TimTheTatman

TimTheTatman ist ein Twitch und Youtube Star, der mit dem Start von Fortnite erst so richtig durchgestartet ist.

Das Interview mit Steven hat hier nicht so viele neue Sachen zu Tage gefördert. Tatsächlich war hier wohl mehr im Fokus neue Spieler zu erschließen, die bis jetzt nicht so zur Zielgruppe gehört haben. Es wurden einige grundsätzliche Fragen zum Spiel geklärt.

Für uns war nicht neu, aber so auch noch nicht direkt gesagt, dass es kein verschiedenen Weltinstanzen geben wird. Sprich obwohl man sich am selben Ort sieht man sich aber seinen Bestbuddy nicht, weil dieser in Phase 12 ist während man selbst in Phase 7 ist. Um aber möglicherweise die Performance zu verbessern, wird man einstellen können, wie viele Spieler gleichzeitig vom Client dargestellt werden.

Die Gruppengröße ist auf maximal 8 Spieler begrenzt. 

DPS Meter und ähnliche Zusatztools lehnt Steven nach wie vor ab.